Geschichtliches

Der Name Küssnacht ist zurückzuführen auf die Siedlung des römischen Gutsherrn Cossinius und taucht erstmals um das Jahr 830 auf. Da vermachte der Adlige Recho seinen Besitz dem Kloster St. Leodegar in Luzern. Der Einfluss von Luzern nahm ab, als die Schwyzer sich hier festsetzten und noch vor dem Sempacherkrieg eine Zollstätte errichteten.
1424 wurde Küssnacht ein Bezirk des Kantons Schwyz mit eigenem Rat und Gericht. 1833 und 1847 führten parteipolitische Kämpfe zu kurzzeitigen Besetzungen durch Schwyzer- und Tagsatzungstruppen. Küssnacht galt von jeher als berühmte Reisedestination. General Guisan, Goethe und Uhland statteten Küssnacht einen Besuch ab, und auch der bayrische König Ludwig II. sowie der portugiesische König Dom Luis weilten in Küssnacht. Auch Literaturnobelpreisträger Thomas Mann lebte mit seiner Frau Katja zeitweise in Küssnacht.

Der Engel, im Kern ein Strickbau aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, prägt mit seiner 1907 vorgeblendeten Fachwerkfront den Hauptplatz des Dorfes. Ebenerdig liegt das Restaurant mit einer Vertäferung in Neurenaissanceformen. Im ersten Stock befinden sich die beiden festlichen, mit alten Felderparketten ausgelegten Gaststuben.
Die Goethestube, 1907 aus zwei Räumen von 1552 vereint, zieren eine spätgotische Bohlenbalkendecke und eine Felderdecke des 17. Jahrhunderts. Die Wandverkleidungen sind biedermeierlich. Im Tagsatzungssaal aus dem Jahr 1405 mit den beiden prächtigen Zimmertüren ist ein hervorragendes, 1907 geschickt überarbeitetes Renaissancetäfer montiert.

Nachdem der Engel 2000 von einer engagierten Gruppe aus lokaler Persönlichkeiten (die 4 Engel) erworben wurde, erfolgte 2002/03 eine behutsame Gesamtrenovation. Ausgezeichnet für das «Engagement zum Erhalt einer traditionsreichen Wirtschaft und die Kombination der historischen Substanz mit neuer kreativer Erlebnisgastronomie.»

Der geschichtsträchtige Rahmen beflügelt uns, hier auf innovative Art Gastlichkeit, Kultur und Kochkunst zu vermitteln.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

 

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